Wurde Uli Hoeneß ungerecht bestraft?

hoeness-neuHoeneß dominiert zur Zeit die Schlagzeilen derart penetrant, dass ich nach Monaten, wenn nicht Jahren Pause, mich wieder inspiriert fühle, meinen Senf dazuzugeben.

Die Weltmächte lassen gerade alle ihre Muskeln spielen. Obama trifft Jazenjuk, Jazenjuk trifft den Tusk und der Tusk trifft die Merkel. Die Deutschen reden ja zur Zeit nicht mit den Amis. Wir stehen im Augenblick vor der Möglichkeit eines größeren Konfliktes in unmittelbarer Nähe und Beteiligung des Westens, und doch wird die deutsche Öffentlichkeit mit einem Drama unterhalten. Das Oberhaupt eines superreichen Klans, upps Klubs, hat Geld geklaut. Voller Gier und Schaulust schauen wir zu, wie der Scheiterhaufen präpariert wird. Wird er nun brennen oder nicht?

Was wäre denn eine gerechte Strafe für Uli Hoeneß‘ Steuerhinterziehung?

Bringt es uns als Bürger wirklich weiter, ihn auf unsere! Kosten in ein Gefängnis zu stecken? Und wäre das gerecht? Wäre das Strafe genug?Wenn Uli Hoeneß ins Gefängnis muss, und er nicht mehr arbeiten kann, wird uns das noch weitere Millionen kosten. Ich meine der Kerl macht eine Menge Schutt, das bedeutet eben auch eine Menge Steuereinnahmen. Eine Haft würde ebenfalls Konsequenzen für seine Familie haben, an seine Frau mag ich da gar nicht denken.

Ich fände es gerecht, wenn Uli Hoeneß nicht ins Gefängnis muss. Er sollte weiter arbeiten und seine Steuerschuld plus den Schaden, den er im Öffentlichen Haushalt veruracht hat, begleichen. Wir haben genügend Experten, die den Schadenersatz berechnen können. Als gerecht fände ich es auch, wenn die Geldsumme, die ihm nach Abzug der Schuld bleiben würde, dem Mindeslohn entsprechen würde. Millionen von Menschen arbeiten heute für einen Mindestlohn (und viel weniger), genauergesagt 23% der Beschäftigten. 8,50 € die Stunde, kann für einen Präsidenten nicht schlimmer sein, als für den Rest der Republik. Mit seinen Einkünften könnte er der Schaden wahrscheinlich auch in den vorgeschlagenen 3,5 Jahren Haftstrafe begleichen und womöglich auf den Geschmack des ‚ehrlichen Lebens‘ kommen.

Der wichtigsten Frage überhaupt, wird in den Medien allerdings keinerlei Beachtung geschenkt. Wie konnte es soweit kommen, dass ein Individuum so viel Steuern überhaupt hinterziehen kann – und keiner merkt es! Ich meine, alles began mit einer Selbstanzeige! Wie kann es sein, dass Menschen Millionen-Steuern hinterziehen können? Ist unser Besteuerungssystem und die Besteuerungsbehörde intakt? Funktionieren sie ordentlich?

Mein Fazit. Lassen Sie sich von den Wesentlichen Dingen nicht ablenken. Das Schicksal eines deutschen Oligarchen wird ihr Leben nicht berühren. Das ungerechte Steuersystem schon. Und eine militärische Intervention kaum 1000 km von Deutschland entfernt auch schon eher.

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Der Käfig fängt im Kopf an

Ich war mal in einem Zoo, und was mir am Deutlichsten in Erinnerung bleibt ist mein Erstauenen über die Tiere selbst. Wir sind heute gewöhnt Tiere meistens nur auf Bildern zu sehen, zwei-dimensionalen Projektionen, die weder Proportionen, Geräusche noch Gerüche zum Tragen bringen. Ich war erstaunt, wie groß tatsächlich manche Tiere sind, und wie stark sie riechen. Ich war erstaunt über die tatsächliche körperliche Begegnung. Ich wußte nicht, dass ein Nashorn viel größer ist als ich – ich weiß, der Vergleich ist geradezu lächerlich, doch dachte ich dass ein Nashorn so groß ist wie ein größeres Schwein, aber in Wirklichkeit ist ein Nashorn riesig! Mehr wie ein Bulle, noch viel breiter und mächtiger. Oder Kamele, ich dachte dass sie so groß wie Pferde sind, und alleine da hatte ich schon falsche Vorstellungen. Auf jeden Fall sah ich mich fast ‚erschlagen‘ von der Mächtigkeit der Körper der Tiere. Ich stand da und konnte nicht fassen was ich da sah – Körper, Wesen, Mitgeschöpfe.

Wie sind wir Menschen nur zu dem Glauben gekommen, dass wir als Rasse ‚wichtiger‘ und ‚bedeutender‘ als Tiere seien?

Ich hatte Angst. Angst weil das was da vor mir stand, lag, trabte so viel mehr war als ich geglaubt hatte. Dass ich als Mensch mehr Wert wäre, war in diesem Augenblick unvorstellbar. Ich sah Beine, Arme, Behaarung, Ohren, Schwänze, Krallen, Köpfe, Augen – ich sah Leben – ich sah mich! Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Tier und Mensch? Da fällt mit spontan eine Unterrichtstunde in Religion ein, in der wir diesen Unterschied beschreiben sollten. Es fielen Vorschläge wie Musizieren, Gedichte schreiben, Kunst, Wirtschaft, Politik usw. Singen Vögel etwa nicht, Tanzen Tiere bei der Paarung etwa nicht, und wer versteht schon die Sprache der Tiere, wer weiß schon ob da nicht auch Gedichte dabei sind. Und wenn man sich einen Ameisenhaufen mal näher anschaut, scheint ihre Politik auch besser zu funktionieren. Ich jedenfalls habe noch keine Kriege zwischen Tieren erlebt, noch etwas davon gelesen oder gehört. Aber die wichtigste und unterstrichene Unterscheidung war Religion und die Erkenntnis dass es einen Schöpfer gibt.

Heute denke ich mir, na gut, wir als Mensch haben erkannt dass es einen Schöpfer gibt, und das macht uns angeblich nun zu etwas ‚mehr‘, ‚bewußter‘ oder ‚wertvoller‘. Was haben wir aber mit dieser Erkenntnis gemacht? Wie haben wir diese Erkenntnis umgesetzt, wie haben wir diese Erkenntniss ins Leben eingebaut? Wir haben heute Schlachthäuser, Zucht- und Mastbetriebe, Zoos, Safaris, Tierversuche, Jadgclubs, Käfighaltung – wir haben praktisch diesen Glauben in einen Feldzug gegen das Tier verwandelt. Ist das etwa ‚bewußter‘ und ‚entwickelter‘ als das tierische Leben?

Wir haben systematisch den Lebensraum der Tiere beschränkt, ihnen ihre Freiheit genommen, sie unterworfen und sie zu einem Produkt degradiert. Ein totes Hähnchen kostet 3 Euro, eine Portion Tigerpenis-Suppe kostet 500! ein lebender Tieger mit allen Lizenzen und Steuern vielleicht 50.000, und neulich wurde ein Pferd für 10 Millionen verkauft. Ist das Entwicklung, ist das Evolution?

Der Käfig fängt im Kopf an.

Und als ich da vor den Käfigen und Zäunen stand wurde mir klar, dass die Käfige nicht die Tiere ein- und umzäunen, sie sind viel mehr die Manifestation unseres eigenen wörtlich beschränkten ‚Ichs‘. Wenn man einen Käfig verläßt, betritt man schon den nächsten Käfig. Eine Mauer funktioniert immer in beide Richtungen. Wir leben gerade in einer Zeit, wo so viele Mauern wir noch nie auf der Welt gebaut und eingerichtet werden. Der Gaza-Streifen ist ein modernes KZ, wir haben Mauern die Arme von Reichen trennen, wie z.B. Mauer an der Via Anelli, wir haben sogar eine Mauer die Friedenslinie heißt um verschiedene Konfessionen vor einander zu beschützen, wir haben auch die Pyramiden mit einer schmucken Mauer versehen, nicht zu vergessen die ganz ’normalen‘ Grenzen zwischen den Staaten.

Ist Mauerbau die einzige Lösung um uns vor uns selber zu beschützen?

Wovor haben wir da eigentlich Angst? Ist Mauerbau der einzige Ausweg, um Ordnung und Frieden auf der Erde zu stiften, oder ist die Mauer ein innerer Konflikt, den wir nach außen tragen und ins Leben rufen? Solange wir an den Grenzen und Mauern in unseren Köpfen festhalten – und dazu gehört ganz sicherlich der Glaube, der Mensch sei entwickelter als das Tier – werden wir keinen Frieden und keine Freiheit auf der Erde sehen noch erleben. Wann begreifen wir, dass die Erde uns ALLEN gehört und dass eine Einteilung immer mehr eine Teilung als irgend etwas anderes ist? Es ist schier unmöglich die Erde zu teilen, sie ist eine Einheit. Die Erde hat nie und sie wird nie ihre Ressoursen einteilen, sie hat uns immer gleich mit allem was wir brauchen versorgt, wir sind schließlich aus der Erde entstanden, sie ist ein Teil von uns und wir sind ein Teil der Erde. Aus dieser Perspektive ist der menschliche Glaube an seine ‚Überlegenheit‘ schlichtweg eine Wahnvorstellung, die nicht nur dem Menschen schadet, sondern auch dem ganzen Ökosystem. Der wahnhafte Mensch bringt sich selbst und das Leben auf der Erde in seiner Gesamtheit an den Abgrund. Das muss aufhören und das wird es auch, denn wie jeder ‚Krebs‘ frisst sich die Krankheit am Ende selber auf.

Es ist ein langer Weg, ich selbst entdecke immer mehr Mauern, die ich in mir selber errichtet, aufgebaut und ‚verteidigt‘ habe. Mauern die mich selber beschränken, teilen und dezimieren. Ich fange bei mir selber an, untersuche wie ich meinem Nächsten begegne, wie ich mit mir selber umgehe. Ich habe gemerkt dass ich so viele Vorurteile – auch in diesem Wort ist ein ‚Teilen‘ drin – in mir trage, Vorurteile die zu Ängsten werden, die ich dann in Mauern umwandle und nicht sehe dass ich einen Zaun um mich selber errichtet habe, um am Ende zu erkennen, dass ich ganz alleine und einsam bin. Schon erstaunlich in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen wie viele Depressive es heute gibt, wie viele Alkoholiker, Drogensüchtige, Spielsüchtige… alles Kreaturen, die in ihren Problemen und Süchten gefangen sind.

Diese Welt ist zu einem Zoo geworden, in dem niemand mehr weiß wer die Zäune errichtet hat, wir sind immer noch damit beschäftigt den Schuldigen zu finden, anstatt uns darauf zu besinnen wer wir wirklich sind, und vorallem wer wir sein wollen. Frei und vorallem sicher. Und doch glauben wir immernoch dass man das Eine aufgeben muß um das andere zu haben. Wir glauben wir müßten unsere Freiheit einbüßen um sicher zu sein, wir bräuchten noch mehr Zäune und Mauern. Das ist der pure Wahnsinn, am Ende wird es nur ein Gefängnis der Einsamkeit geben.

Lieber Leser, ich kann diese Geschichte nicht zu einem ‚guten‘ Ende führen. Und doch gibt es eine Möglichkeit und einen Ausweg, uns selber als Leben zu erkennen, und die Mauern und Beschränkungen neu zudefinieren, einen Neuanfang zu wagen, der auf Vertrauen basiert. Vertrauen das an Verantwortung gekoppelt ist, denn ohne Verantwortung gibt es kein Vertrauen. Wir alle sind für die Mauern verantwortlich, die in unseren Köpfen sowohl als auch für die aüßeren Mauern, die ein Abblid unseres inneres Konfliktes sind – also keine Angst, trauen wir uns die Mauern abzutragen und uns selber als Einheit zu erleben – er-leben – erlauben wir uns das Leben als eine Einheit und Gleichheit von all dem zu sehen, was dieser schöne Planet uns dazu anbietet und einlädt. Lassen Sie uns das Leben auf dieser Erde vom ‚Überleben‘ zu einer ‚Einladung‘ neu gestalten und eine Welt erschaffen, die für alle lebenswert ist, wo das Leben Wert ist – für Tier und Mensch und die Pflanzen!

Tiger gegen Schafe

tibetisches sprichwort

Was sagt dieses Sprichwort tatsächlich aus, ist es tatsächlich höhere Weisheit, antiker Ratschlag, oder eine ‚besondere‘ Lebenseinstellung die zum ‚Glück‘ führt?

Wir leben in einer Welt voller Schafe. Wenn man es in einer Zahl ausdrücken müßte, wären es genau 99%. Die restlichen 1% halten sich für Tiger. Die Schafe werden bekanntlich zur SchlachtBank geführt. Schafe meckern und blöken, im großen und Ganzen sind sie aber harmlos. Sie werden geführt, gemolken, geschert und gegessen. Die Tiger – was genau ist ein Tiger in dieser Welt, dieser Realität? Wir nutzen gerne Tiere um menschliche Attribute, menschliche Charaktere, Persönlichkeiten in Fabeln zu umschreiben. Das kennen wir bereits aus unseren Kindertagen. Der Hase und der Igel oder Orwell’s Farm der Tiere zwei bekannte Vertreter dieser Gattung. Welche menschlichen Attribute werden im Bild des Tigers dargestellt? Mut, Kraft, Unbesiegbarkeit, Überlebensstärke, Schnelligkeit, Schlauheit? Es läßt sich auch einfacher zusammenfassen: Tiger stehen höher in der Ess-Kette, in der Hack-Ordnunng sie verzehren Schafe zum Frühstück sozusagen.

Ist der Mensch wirklich ein Tier? Und wenn ja, müßen wir gegen einander kämpfen um zu überleben? Das Wort überleben ist ja schon faszinierend, über-leben, die anderen über-leben, über dem Leben, unser Leben über dem Leben der anderen, ich kann nur leben, wenn ich andere Leben überlebe, wenn mein Leben über dem Leben der anderen steht?

Und haben wir überhaupt eine Wahl, ob wir ein Tiger oder ein Schaf sind in dieser Komödie-Tragödie, die unser Leben ist? Werden wir bereits als Tiger oder Schaf geboren, oder werden wir erst durch Erziehung zu Tigern oder Schafen gemacht? Ist womöglich das Bildungssystem die Brutstätte von Schafen und/oder Tigern?

Fragen über Fragen auf die keiner so richtig eine Antwort weiß.

Eins ist mir aber klar, erlauben wir als Gesellschaft als Menschheit die Einteilung und das Geteilt-Werden in Schafe und Tiger – erlauben wir und erschaffen gleichzeitig die Un-Gleichheit auf der Erde. Diese widerum steigert die Un-Gleichheit exponenziell, denn dann kämpfen die ‚Stärkeren‘ gegen die ‚Schwächeren‘ und ein Teufelskreislauf entsteht!

Deshalb kann dieser Spruch kein Ratschlag oder höhere Weisheit sein. Diese müßte doch lauten, „Liebe dein Nachbar-Tier wie dich selbst“. Oh! Das gibt’s ja schon! Ups – die Botschaft der Gleichheit! Die Botschaft der Gleichheit existiert schon ziemlich lange, nicht nur seit Jesus, was haben wir nur damit angestellt? Warum reicht es dem Menschen nicht Mensch zu sein? Warum müssen wir und wollen wir gleich ein Über-Mensch werden, um als etwas ‚besseres‘ und ‚höheres‘ zu gelten? Geltungssucht..? Egoismus..? Gottgleichheit..?

Ja ich glaube schon..Gottgleichheit. Ich bin besser als alle anderen! Die Religion des ‚Ich’s, des ‚Ego’s. Dieser Spruch ist somit kein Spruch, der Dich ‚weiter‘ oder ‚höher‘ im Leben bringen wird, sondern zum Ge-Trennt-Sein vom Leben selbst, denn wie kannst Du das verleugnen was Du bist? – das LEBEN selbst?

Stoppen wir das Über-Leben und fangen wir an zu LEBEN!!!

Auf dem Spielbrett des Lebens

German_Monopoly_board_in_the_middle_of_a_gameMonopoly – ein Weltbekanntes Brettspiel mit 22 Straßen, vier Bahnhöfen, jeweils einem Elektrizitäts- und Wasserwerk, ach ja das Gefängnis hätte ich fast vergessen! Eine Miniatur-Ausgabe der Welt. Dieses Spiel symbolisiert wie kein anderes unsere Welt, in der das Geld die Welt regiert. Der Würfel repräsentiert hierbei das Schicksal, unseren scheinbar zufälligen Weg auf dem Spielbrett des Lebens. Der Ausgangspunkt des Spiels ist im Gegensatz zu der ‚echten‘ Welt gerecht, am Anfang stehen alle am Punkt Null. In Gesprächen mit Freunden und Bekannten bemerke ich, dass viele an der Idee festhalten, das Leben sei ebenfalls ‚gerecht‘. Wir kommen alle auf die selbe Art und Weise zur Welt: nackt, schutzlos, klein und gänzlich Unwissend. Jedoch bestimmt im echten Leben der Spielverlauf unserer Eltern bereits unsereiner Anfang. Im echten Leben findet Monopoly in Zyklen statt, haben unsere Eltern es bereits geschafft möglichst viele Hotels und Straßen zu besitzen und finanziell erfolgreich zu sein, haben wir es leichter ans Geld zu kommen. Gleich und gleich gesellt sich gern, heißt es so schön. Dagegen glauben viele, Monopoly sei extrem geldfixiert, denn im echten Leben sei nicht alles Geld. Wirklich? Tatsächlich? Dann schau dich um und zeige mir nur eine Sache um dich herum die kein Geld kostet! Sogar der Baum vor meinem Fenster kostet! Der wird regelmäßig von der Stadtverwaltung gepflegt und gestutzt, seine abfallenden Blätter aufgeräumt, auch er stellt einen materiellen Wert da. Weiter… verdammt ich sehe nur Sachen die kosten: meine Kleidung, das Bett, die Bettwäsche, mein Essen, der Kaffee, meine Frisur, meine Zähne! mein Handy, mein Computer, das Internet, die Maus, meine Wohung, die Glühbirne, das Haus, die Straße, das Pflaster, mein Auto, die Straßenschilder, die Laternen, die Kabel…. ach ja! der Himmel, die Luft! Die kosten nix! Beim Monopoly doch auch! Wie wollte einer auch Luft kontollieren!? Ich würde darauf wetten, dass wenn eines Tages ein Wissenschaftler dafür eine Lösung findet, die Luft ebenfalls in kleine Beutel abgepackt und verkauft wird! Liebe vielleicht!? Liebe… kann man Liebe umsonst kriegen? Das geht jetzt aber sehr ins Philosophische… Viele Männer und Frauen werden jetzt Ja! sagen, viele Nein! Fakt ist nimm aus egal welcher ‚Liebesbeziehung‘ das Geld weg, z.B. lass deinen Partner mal arbeitslos werden in Gedanken, wie lange wird die Beziehung wohl halten, was denkst du? Wie oft streiten wir mit unseren Liebsten übers Geld? Hand aufs Herz! Machen schöne Geschenke und Urlaub an der Sonne die Liebe nicht erst süß und erinnerungswert? Fakt ist ohne Geld kannst du nicht heiraten! Heiraten kostet eine Menge Geld. Sex?! Oho, wie viel Umsatz macht Sex pro Jahr weltweit? Keine Ahnung, aber ich glaube die Griechen wären ihre Schuldenprobleme los, hi hi, wenn es umsonst ist, fällt es wohl in die Kategorie Liebe ♥. Auf jeden Fall bleibt Monopoly familienfreundlich, Liebe und ähnliche Laster werden einfach ausgeblendet. Die vier Bahnhöfe symbolisieren die vier Himmelsrichtungen, das Elektrizitäts- und das Wasserwerk stellen Essen und Trinken dar, und das Gefängnis eine Art Pech-Variable des Spiels, damit es spannend bleibt, so wie im echten Leben, wenn manchmal unerwartet Schlimmes passiert, womit man überhaupt nicht rechnet, ein Autounfall, Krankheit oder tatsächlich Gefängnis!!!

Es gibt noch eine viel bedeutendere Gemeinsamkeit: auch unser Geld-System ist ein Glaubens-System! Auch unser Geld ist auf Papier gedruckt! Wir glauben an den Wert des Geldes, weil wir es so gelernt haben bzw. gewohnt sind. Unser Glauben an die Bundesbank legitimiert sie wie die Katholiken den Vatikan legitimieren. Die Scheine der Banken sind ‚Echt‘ heißt es doch. Wir glauben dass sie echt sind! Würde dir ein Freund einen Zettel mit 10.000 € drauf ausstellen, würdest du ihn wahrscheinlich auslachen.

Wenn beim Monopoly ein Mitspieler nicht mehr zahlen kann und insolvent geht, endet das Spiel – der Gewinner freut sich, die Verlierer holen sich einen Trostkeks. Im echten Leben verliert jemand sein Haus, seinen Job, seine Lebensgrundlage. Unser Finanz-System implodiert gerade, der Kapitalismus frisst sich gerade selber auf, die Schulden haben Höhen erreicht die rechnerisch glasklar belegen, dass sie in unserem und in vielen zu kommenden Generationen nicht zurückgezahlt werden können! Ausgeschlossen – das Spiel ist fertig! Schon lange! Warum sind wir nicht in der Lage wie beim Monopoly vom Spielbrett des Lebens aufzustehen, das Experiment für gescheitert zu erklären und neu anzufangen? Ohne Schulden, ohne Glaubens-Geld, ohne Spekulation, ohne Zinsen, ohne unendliches Wachstum und vorallem ohne dass Menschen ins Verderben gestürzt werden, ohne dass Menschen gar kein Geld mehr zum Leben haben! Wo wir doch auf einem Spielbrett gefangen sind, auf dem wir für Essen und Trinken also für absolute Überlebensgrundlagen bezahlen müssen. Je tiefer wir in die Katastrophe schlittern, desto mehr Menschen werden Leiden. Eine Geld-Reform wird keine Lösung auf Dauer bringen, in vielen Ländern wurden Währungen bereits viele Male reformiert, Kapitalismus führt unweigerlich zu einem Ende, bei dem EINER gewinnt und VIELE verlieren. Logisch. Man kann nicht auf einem räumlich beschränktem Spielbrett (ach ja einen Vergleich habe ich noch ausgelassen, das Spielbrett und unser Planet Erde!) unendliches Wachstum auf Dauer tragen, das Spielbrett hat ein Ende. Die Ressourcen auf der Erde haben einen Limit. Das Holz wächst nicht über Nacht, Fische wachsen nicht auf Bäumen, Früchte fallen nicht vom Himmel, der Müll verschwindet nicht, wenn wir ihn in den Mülleimer werfen… Eine Wirtschaft die auf einer endlichen Fläche unendliches Wachstum anstrebt, frisst irgendwann einmal sich selbst auf – das nennt man Krebs.

Es gibt eine Alternative! Ein neues Spielbrett aber, werden wir nicht kriegen! das muss uns klar werden. Wir werden mit den Konsequenzen unserer Ausbeutung und Habgier leben müssen. Fukushima wird noch lange strahlen. Die Frage ist, wie viele Fukushimas wir noch wollen. Deshalb: je früher desto besser, lasst uns den Mist stoppen. Wir können uns neue Regeln ausdenken, keine die EINEN zum Sieg bringen und dabei VIELE auf der Strecke lassen. Das Spielbrett gehört uns allen, das bedeutet auch, dass wir ALLE die Verantwortung für das Spielbrett gemeinsam tragen.

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Im Teich des Lebens

dataIch habe heute beim Autofahren eine interessante Beobachtung gamacht. Unter uns Autofahrern gibt es drei Arten von Tieren – den Hai, den Hering und die Schnecke. Der Hai fährt BMW, Audi oder Cupé, pferdestarke Autos eben, aber nicht nur, ein Hai will immer erster sein, niemals nach rechts weichen, er drängelt und gibt Gas. Der Hering bewegt sich im Schwarm, passt sich den Umständen an, schaut wo sich eine Lücke auftut und läßt auch mal der Schnecke Vorfahrt, die des öffteren den ganzen Verkehr blockiert. Der Fairness halber muss man sagen, dass Schnecken oft unfreiwillig Schnecken sind, weil sie alte Schrottkarren fahren.

Diese Beobachtung hat mir desweiteren klargemacht, dass wir von Kindesbeinen an darauf trainiert werden, ein Hai zu werden. Nicht jedem ist es gegönnt, aus Mangel an Talent oder schieres Pech sei dahin gestellt, Fakt ist, dass Wettbewerb, wenn nicht bereits im Kindergarten, spätestens in der Schule einsetzt – Wer ist der Beste, Tollste, Größte, Schnellste im Teich des Lebens.

Komisch, wenn man bedenkt dass das Tier Mensch in eine Herde reingeboren wird, die im Großen und Ganzen einen Schwarm von sieben Milliarden Exemplaren ausmacht. Trotzdem hat das Herdentier Mensch keine Ahnung wie mann/frau sich als Herde effektiv sinnvoll bewegt. Stellt euch mal einen Heringsschwarm vor in dem jeder Hering versucht seinen Nachbar zu überholen, schneller zu sein, wo es ständig Unfälle und Verletzte gibt, ja sogar Tote!

Mann/frau würde doch meinen, dass ein Wesen, das sich selbst für ein höheres Bewußtsein hält, über das Individuum – über den eigenen Tellerrand sozusagen – hinaus schauen kann. Wenn wir Gott als das ALL-Umfassende Bewußtsein definiert haben und Bewußtsein als Maßstab für Göttliches und Gottgleiches gilt, müßte der Mensch dann nicht als das Abbild Gottes auf Erden das Tier sein, das mehr umfassen kann als das eigene und wörtlich beschränkte ‚Ich‘ ???

Kann es sein, dass der Hering höher auf der Bewußtseins-Leiter steht als der Mensch? Immerhin ist der Hering in der Lage, die Gruppe als den nächsthöheren Organismus zu erkennen, verstehen, es zu leben und effektiv anzuwenden.

Stellt euch eine Gruppe von Menschen vor, die jedes Individuum berücksichtigend, sich als ein Organismus versteht und bewegt, die vielleicht darüber hinaus noch alle anderen Lebewesen auf der Erde und die Erde selbst einbezieht – völlig unvorstellber zur Zeit – unvorstellbar göttlich.

Hello world!

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